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Wer in der Schweiz auf Pferderennen wettet, bewegt sich in einem streng regulierten Umfeld. Das Geldspielgesetz (BGS) bildet seit 2019 den rechtlichen Rahmen für alle Formen des Glücksspiels – von der Lotterie über Spielbanken bis hin zu Sportwetten auf Pferde. Für Wetterinnen und Wetter bedeutet das: Klarheit darüber, was erlaubt ist, wer überwacht und wie Gewinne versteuert werden.
Die Schweizer Regulierung unterscheidet sich deutlich von jener in Nachbarländern. Während in Deutschland ein liberalisierter Markt mit zahlreichen privaten Anbietern existiert, setzt die Eidgenossenschaft auf ein kontrolliertes Modell mit wenigen lizenzierten Veranstaltern. Für Pferdewetten bedeutet das: Swisslos und dessen PMU-Kooperation sind praktisch die einzigen legalen Optionen. Was auf den ersten Blick einschränkend wirkt, bietet Spielern einen entscheidenden Vorteil – Rechtssicherheit.
Dieses Kapitel erklärt die rechtlichen Grundlagen, die jeder Wetter kennen sollte. Von den Aufsichtsbehörden über Lizenzierungsfragen bis zur Steuerpraxis bei Gewinnen: Wer die Regeln versteht, kann sich auf das konzentrieren, was beim Wetten zählt – die Analyse der Pferde, nicht die Sorge um juristische Fallstricke.
Bevor Sie Ihre Einsätze tätigen, sollten Sie sich über die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Swisslos PMU Angebote in der Schweiz genau informieren.
Das Geldspielgesetz im Überblick
Das Bundesgesetz über Geldspiele – kurz Geldspielgesetz oder BGS – regelt seit dem 1. Januar 2019 sämtliche Glücksspiele in der Schweiz. Es ersetzt das frühere Spielbankengesetz und das Lotteriegesetz und schafft einen einheitlichen Rahmen für Casinos, Lotterien und Sportwetten. Für Pferdewetten ist das BGS die zentrale Rechtsgrundlage, denn es definiert, wer diese anbieten darf und unter welchen Bedingungen.
Entstehung und Volksabstimmung
Der Weg zum Geldspielgesetz war lang und kontrovers. Bereits 2009 begannen die ersten Diskussionen über eine Neuordnung des Glücksspielmarktes. Die bestehende Rechtslage war fragmentiert: Spielbanken unterlagen Bundesrecht, Lotterien kantonalem Recht, und Online-Glücksspiele existierten in einer rechtlichen Grauzone. Diese Situation war weder für Spieler noch für Anbieter befriedigend.
Die Vorgeschichte reicht noch weiter zurück. Das Glücksspielverbot in der Schweiz, verankert in der Bundesverfassung von 1874, wurde erst 1993 per Volksabstimmung gelockert. Damals stimmte die Bevölkerung für die Zulassung von Spielbanken, die 2000 ihren Betrieb aufnahmen. Doch das Internet veränderte die Spielregeln. Ausländische Online-Anbieter erreichten Schweizer Spieler problemlos, ohne sich an Schweizer Recht zu halten. Diese Situation war unhaltbar.
Im Juni 2018 stimmte das Schweizer Stimmvolk mit 72,9 Prozent Ja-Stimmen für das neue Geldspielgesetz. Die Abstimmung war nicht unumstritten – Kritiker bemängelten insbesondere die geplanten Netzsperren gegen ausländische Anbieter. Sie sahen darin einen Eingriff in die Internetfreiheit und bezweifelten die Wirksamkeit. Doch die Befürworter setzten sich deutlich durch. Ihr Hauptargument: Nur ein kontrollierter Markt kann Spielerschutz gewährleisten und sicherstellen, dass Einnahmen aus Glücksspielen der Allgemeinheit zugutekommen.
Seit dem Inkrafttreten am 1. Januar 2019 gilt das BGS für alle Geldspiele in der Schweiz. Die Übergangsfristen für bestehende Anbieter liefen 2020 aus, seither ist der Markt vollständig reguliert. Für Pferdewetten bedeutete dies keine dramatische Umstellung, da Swisslos bereits vor dem BGS als konzessionierter Anbieter operierte. Doch die rechtliche Absicherung wurde präzisiert, die Kontrolle verschärft und die Netzsperren gegen illegale Konkurrenten eingeführt.
Kernpunkte des Gesetzes
Das Geldspielgesetz basiert auf mehreren Grundprinzipien, die für Wetterinnen und Wetter relevant sind. Erstens: Geldspiele in der Schweiz dürfen nur von konzessionierten oder bewilligten Veranstaltern angeboten werden. Für Grossspiele wie Lotterien und Sportwetten sind das Swisslos (Deutschschweiz) und Loterie Romande (Romandie). Diese Konzessionen werden von den Kantonen gemeinsam erteilt und regelmässig überprüft.
Zweitens: Online-Geldspiele sind nur zulässig, wenn sie von Schweizer Anbietern mit entsprechender Bewilligung betrieben werden. Ausländische Online-Anbieter sind illegal und werden aktiv gesperrt. Für Pferdewetter bedeutet das: Wer auf einer ausländischen Plattform wettet, handelt rechtlich gesehen illegal. Die Strafen treffen in erster Linie die Anbieter, aber auch Spieler sollten sich der Rechtslage bewusst sein.
Drittens: Das Gesetz verlangt umfassende Massnahmen zum Spielerschutz. Dazu gehören Spielsperren, Limiten und Informationspflichten. Anbieter müssen aktiv gegen problematisches Spielverhalten vorgehen und entsprechende Systeme implementieren. Diese Anforderungen gelten auch für Pferdewetten, obwohl das Suchtpotenzial hier als geringer eingestuft wird als bei Spielautomaten.
Viertens: Ein erheblicher Teil der Einnahmen fliesst zurück an die Öffentlichkeit. Bei Lotterien und Sportwetten gehen die Reingewinne an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen. Bei Spielbanken wird eine Abgabe an die AHV/IV entrichtet. Dieses Prinzip der Umverteilung ist ein zentrales Argument für das regulierte Schweizer Modell gegenüber einem freien Markt.
Fünftens: Das Gesetz unterscheidet klar zwischen verschiedenen Spielkategorien. Spielbankenspiele unterliegen strengeren Auflagen als Lotterien, da ihr Suchtpotenzial höher eingeschätzt wird. Sportwetten – einschliesslich Pferdewetten – sind den Lotterien zugeordnet und dürfen nur von Swisslos und Loterie Romande oder lokalen Anbietern mit kantonaler Bewilligung angeboten werden. Diese Kategorisierung hat praktische Folgen für das Wettangebot, das Spieler in der Schweiz vorfinden.
Sechstens: Das BGS enthält Bestimmungen gegen Geldwäscherei und Spielmanipulation. Anbieter müssen verdächtige Transaktionen melden und Massnahmen gegen Betrug implementieren. Bei Sportwetten – gerade bei Pferderennen mit ihren komplexen Wettstrukturen – ist dies besonders relevant. Die Zusammenarbeit zwischen Veranstaltern, Behörden und internationalen Organisationen ist gesetzlich verankert.
Die Aufsichtsbehörden – ESBK und Gespa
Die Überwachung des Schweizer Glücksspielmarktes liegt in den Händen zweier Behörden mit klar getrennten Zuständigkeiten. Die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK) beaufsichtigt Casinos und deren Online-Angebote. Die interkantonale Geldspielaufsicht (Gespa) kontrolliert Lotterien und Sportwetten, also auch Pferdewetten. Diese Zweiteilung spiegelt die föderale Struktur der Schweiz wider: Spielbanken sind Bundessache, Lotterien Kantonssache.
ESBK – Eidgenössische Spielbankenkommission
Die ESBK mit Sitz in Bern ist eine unabhängige Behörde des Bundes. Ihre Hauptaufgabe ist die Aufsicht über die 21 konzessionierten Spielbanken der Schweiz, davon mehrere mit Online-Angeboten. Für Pferdewetter ist die ESBK nur indirekt relevant, denn Pferdewetten gehören nicht zu ihrem Zuständigkeitsbereich. Dennoch beeinflusst ihre Arbeit den gesamten Glücksspielmarkt.
Die ESBK treibt die Bekämpfung illegaler Anbieter voran. Im Jahr 2024 führte sie 391 Inspektionstage durch, 38 Hausdurchsuchungen – eine Steigerung um 46 Prozent gegenüber dem Vorjahr – und leitete 132 Strafuntersuchungen ein. Diese Zahlen aus dem ESBK Tätigkeitsbericht 2024 zeigen, wie ernst die Behörde die Durchsetzung des Geldspielgesetzes nimmt.
Finanziell leistet die ESBK-beaufsichtigte Branche einen erheblichen Beitrag. Die Spielbankenabgabe belief sich 2024 auf 358 Millionen Franken, die direkt an die AHV/IV fliessen. Diese Summe zeigt die volkswirtschaftliche Bedeutung des regulierten Glücksspiels – und erklärt, warum der Staat ein Interesse daran hat, illegale Anbieter zu bekämpfen, die an diesen Abgaben vorbeispielen.
«Die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für das Erkennen eines illegalen Spielangebotes war und ist uns ein grosses Anliegen» — so Thomas Fritschi Bersier, Leiter des ESBK-Sekretariats, im Tätigkeitsbericht. Diese Haltung spiegelt sich in Informationskampagnen wider, die Spieler über die Risiken illegaler Plattformen aufklären. Für Pferdewetter ist die Botschaft klar: Wer bei lizenzierten Anbietern bleibt, ist auf der sicheren Seite.
Gespa – Interkantonale Geldspielaufsicht
Die Gespa ist das Pendant zur ESBK für den Lotterien- und Sportwettenbereich. Sie wird von allen Kantonen gemeinsam getragen und beaufsichtigt Swisslos, Loterie Romande sowie lokale Sportwettenanbieter. Für Pferdewetter ist die Gespa die relevante Aufsichtsbehörde, denn sie kontrolliert das PMU-Angebot und stellt sicher, dass Swisslos die Konzessionsbedingungen einhält.
Die Gespa veröffentlicht jährlich einen Jahresbericht mit detaillierten Statistiken zum Glücksspielmarkt. Die Zahlen für 2024 zeigen: Der Umsatz der Grossspiele (Lotterien und Sportwetten) erreichte 3,97 Milliarden Franken, ein Plus von 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diese Dynamik belegt, dass der regulierte Markt wächst – vermutlich auch zulasten illegaler Anbieter. Pro Einwohner wurden 2024 netto 138 Franken für Lotterien und Sportwetten ausgegeben, sieben Prozent mehr als im Vorjahr.
Ein zentrales Instrument der Gespa ist die Sperrliste. Ende 2024 umfasste diese Liste 490 Domains illegaler ausländischer Geldspielanbieter. Internet-Provider in der Schweiz sind verpflichtet, den Zugang zu diesen Domains zu sperren. Die Liste wird laufend aktualisiert, da illegale Anbieter regelmässig neue Domains registrieren. Die Gespa arbeitet dabei eng mit der ESBK zusammen, die eine eigene Sperrliste für Casino-bezogene Domains führt.
Die Gespa überwacht auch die Verwendung der Reingewinne. Swisslos und Loterie Romande müssen ihre Erlöse an gemeinnützige Zwecke abführen, und die Gespa prüft, ob dies korrekt geschieht. 2024 erreichten die Reingewinne der Grossspiele insgesamt 854 Millionen Franken – ein Rekordwert, der vollständig gemeinnützigen Zwecken zugutekommt. Für Spieler bedeutet das: Wer bei einem lizenzierten Anbieter wettet, kann sicher sein, dass sein Geld – im Fall eines Verlusts – zumindest teilweise guten Zwecken zugutekommt.
Lizenzen und Konzessionen für Sportwetten
Das Schweizer System unterscheidet zwischen Konzessionen für Grossspiele und Bewilligungen für lokale Sportwetten. Diese Unterscheidung ist nicht nur juristischer Natur, sondern hat praktische Konsequenzen für Wetterinnen und Wetter. Wer weiss, welche Anbieter lizenziert sind, kann rechtssicher wetten.
Grossspiele-Konzession für Swisslos und Loterie Romande
Die Konzession für Grossspiele wird von der Interkantonalen Vereinbarung über die Aufsicht sowie die Bewilligung und Ertragsverwendung von interkantonal oder gesamtschweizerisch durchgeführten Lotterien und Wetten (IVLW) geregelt. Klingt kompliziert, bedeutet aber im Kern: Die Kantone haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam Lotterien und Sportwetten zu regulieren.
In der Deutschschweiz hält Swisslos diese Konzession, in der Romandie Loterie Romande. Beide Organisationen sind nicht gewinnorientiert – ihre Reingewinne fliessen vollständig an gemeinnützige Projekte in den jeweiligen Kantonen. Für Pferdewetten bedeutet das: Wer bei Swisslos wettet, unterstützt indirekt Kultur, Sport und Soziales in seinem Kanton.
Die Konzession umfasst das Recht, Sportwetten auf nationaler Ebene anzubieten, sowohl an Verkaufsstellen als auch online. Das PMU-Angebot für Pferdewetten ist Teil dieser Konzession. Swisslos kooperiert dabei mit der französischen PMU (Pari Mutuel Urbain), um Zugang zu internationalen Rennwetten-Pools zu ermöglichen. Diese Kooperation ist vertraglich geregelt und von der Gespa genehmigt.
Lokale Sportwetten-Bewilligungen
Neben den Grossspielen existiert eine zweite Kategorie: lokale Sportwetten. Diese werden von einzelnen Kantonen bewilligt und sind in ihrem Umfang begrenzt. Gemäss Bundesamt für Justiz gelten strenge Limiten: Der Einzeleinsatz darf maximal 200 Franken betragen, die Gesamteinsätze pro Veranstaltung maximal 200’000 Franken, und mindestens 50 Prozent der Einsätze müssen als Gewinne ausgeschüttet werden.
Aktuell verfügen vier Kantone über insgesamt acht lokale Sportwetten-Bewilligungen. Diese betreffen meist kleine Veranstaltungen wie Pferderennen auf lokalen Bahnen oder Wetten bei Volksfesten. Für Pferdewetter sind diese Angebote interessant, weil sie direkt vor Ort an der Rennbahn platziert werden können, ohne den Umweg über Swisslos.
Die lokalen Bewilligungen sind an strenge Auflagen gebunden. Die Veranstalter müssen Spielerschutzmassnahmen umsetzen, Werbung ist eingeschränkt, und die Aufsicht liegt bei der kantonalen Behörde. In der Praxis sind diese Angebote eine Nische – der überwiegende Teil der Schweizer Pferdewetten läuft über das Swisslos-PMU-System.
Steuern auf Pferdewetten-Gewinne
Die Frage nach der Besteuerung von Wettgewinnen beschäftigt jeden erfolgreichen Wetter. Die gute Nachricht: In der Schweiz sind Gewinne aus Lotterien und Sportwetten unter bestimmten Bedingungen steuerfrei. Die weniger gute Nachricht: Ab einer gewissen Höhe greift der Fiskus doch zu. Die Regeln sind klar, aber die Details variieren je nach Kanton.
Vor dem Geldspielgesetz war die Situation komplizierter. Gewinne waren grundsätzlich steuerpflichtig, aber die Durchsetzung war uneinheitlich. Das BGS brachte Klarheit und führte einen grosszügigen Freibetrag ein, der die meisten Spieler von Steuerpflichten befreit. Für Pferdewetter ist diese Regelung in der Regel vorteilhaft – die typischen Gewinne liegen weit unter den Schwellenwerten.
Der steuerfreie Freibetrag
Das Geldspielgesetz führte 2019 einen bundesweiten Freibetrag für Spielgewinne ein. Gewinne aus Lotterien und Sportwetten bis zu einer Million Franken pro Spiel sind seither steuerfrei. Dieser Freibetrag gilt pro Einzelgewinn, nicht pro Jahr. Wer also mehrmals im Jahr 500’000 Franken gewinnt, zahlt auf keinen dieser Gewinne Steuern.
Für Pferdewetter ist diese Regelung fast immer irrelevant – die Gewinne bei typischen Rennwetten erreichen solche Summen selten. Selbst bei einer Jackpot-Wette mit hoher Quote bleibt der Gewinn meist unter der Millionengrenze. Praktisch bedeutet das: Wer bei Swisslos auf Pferde wettet und gewinnt, muss sich um Steuern in der Regel keine Sorgen machen.
Die Steuerfreiheit gilt allerdings nur für Gewinne bei konzessionierten oder bewilligten Anbietern. Wer bei einem illegalen ausländischen Anbieter wettet und gewinnt, hat nicht nur ein legales Problem, sondern auch ein steuerliches: Diese Gewinne sind vollständig steuerpflichtig, ohne Freibetrag. Ein weiterer Grund, nur bei legalen Schweizer Anbietern zu wetten.
Wichtig zu wissen: Der Freibetrag gilt für den Bruttogewinn, nicht für den Nettogewinn nach Abzug des Einsatzes. Wer 100 Franken einsetzt und 100’000 Franken gewinnt, hat einen steuerfreien Bruttogewinn von 100’000 Franken – der ursprüngliche Einsatz wird nicht nochmals abgezogen. Diese Regelung ist spielerfreundlicher als in manchen anderen Ländern.
Wann werden Gewinne steuerpflichtig?
Übersteigt ein Gewinn die Millionengrenze, wird der überschiessende Betrag als Einkommen versteuert. Der Steuersatz richtet sich nach dem Wohnkanton und der Gesamteinkommenssituation des Gewinners. In der Praxis kann dies bei sehr hohen Gewinnen zu einer erheblichen Steuerlast führen – ein Problem, das glücklicherweise nur wenige Pferdewetter haben.
Ein Beispiel zur Illustration: Wer einen Gewinn von 1,5 Millionen Franken erzielt, muss den überschiessenden Betrag von 500’000 Franken versteuern. Bei einem Grenzsteuersatz von etwa 40 Prozent (je nach Kanton und übriges Einkommen) wären das rund 200’000 Franken Steuern. Der effektive Gewinn betrüge also 1,3 Millionen Franken – immer noch eine beachtliche Summe, aber deutlich weniger als der Bruttogewinn.
Ein Sonderfall sind professionelle Spieler. Wer Glücksspiel als Haupterwerb betreibt, kann vom Finanzamt als selbstständig erwerbend eingestuft werden. In diesem Fall sind sämtliche Gewinne steuerpflichtig, aber auch Verluste können abgezogen werden. Für die meisten Pferdewetter trifft dies nicht zu – sie wetten als Freizeitbeschäftigung, nicht als Beruf. Die Abgrenzung ist aber fliessend, und wer regelmässig hohe Summen umsetzt, sollte die Situation mit einem Steuerberater klären.
Die Kantone handhaben die Durchsetzung unterschiedlich streng. Grundsätzlich gilt: Gewinne über der Freigrenze müssen in der Steuererklärung deklariert werden. Swisslos meldet grössere Gewinne automatisch an die Steuerbehörden, eine Selbstdeklaration ist also ohnehin nicht vermeidbar. Wer unsicher ist, sollte einen Steuerberater konsultieren – bei sechsstelligen Gewinnen ist dies ohnehin ratsam.
Illegale Anbieter und Domain-Sperren
Der Kampf gegen illegale Glücksspielanbieter ist eine der Hauptaufgaben der Schweizer Aufsichtsbehörden. Trotz strenger Regulierung versuchen ausländische Plattformen weiterhin, Schweizer Spieler zu erreichen. Die Behörden reagieren mit Netzsperren, Strafverfolgung und Aufklärung. Für Wetterinnen und Wetter ist klar: Wer bei nicht lizenzierten Anbietern spielt, geht erhebliche Risiken ein.
Wie die Schweiz illegale Anbieter sperrt
Das Geldspielgesetz ermächtigt die Aufsichtsbehörden, Netzsperren gegen ausländische Glücksspielseiten zu verhängen. Internet-Provider in der Schweiz sind verpflichtet, den Zugang zu den gelisteten Domains zu blockieren. Ende 2024 umfasste die Sperrliste der ESBK allein 601 Domains, jene der Gespa weitere 490 Domains – insgesamt also über tausend gesperrte Adressen.
Die Sperren sind technisch gesehen DNS-Blockaden. Sie verhindern, dass Schweizer Nutzer die entsprechenden Websites über normale Wege erreichen. Technisch versierte Nutzer können diese Sperren zwar umgehen, etwa über VPN-Dienste, doch dies ändert nichts an der Rechtslage: Das Spielen bei illegalen Anbietern bleibt illegal, unabhängig vom technischen Zugangsweg.
Die Wirksamkeit der Sperren wird kontrovers diskutiert. Kritiker argumentieren, dass entschlossene Spieler die Blockaden umgehen können und dass die Sperren nur technisch wenig versierte Nutzer abhalten. Befürworter verweisen auf die signifikante Hürde, die selbst einfache DNS-Sperren darstellen, und auf den symbolischen Wert der Massnahme. Die Zahlen deuten darauf hin, dass die Sperren zumindest teilweise wirken: Der Anteil der Schweizer Bevölkerung, der bei ausländischen Online-Anbietern spielt, ist seit 2017 von 2,3 auf 0,8 Prozent gesunken.
«Illegale Online-Spielangebote haben 2024 europaweit zugenommen. Die entsprechenden Kanäle sind ausserordentlich schwierig zu kontrollieren» — so Fabio Abate, Präsident der ESBK, im Tätigkeitsbericht 2024. Diese Einschätzung zeigt, dass der Kampf gegen illegale Anbieter ein fortlaufender Prozess ist, keine einmalige Massnahme. Neue Domains werden registriert, sobald alte gesperrt werden, und die Behörden müssen ständig nachbessern.
Risiken bei nicht lizenzierten Anbietern
Wer bei illegalen Anbietern wettet, setzt sich mehreren Risiken aus. Das offensichtlichste: Gewinne sind möglicherweise nicht durchsetzbar. Wenn ein nicht lizenzierter Anbieter die Auszahlung verweigert, haben Schweizer Spieler praktisch keine rechtlichen Handhaben. Die ausländische Gerichtsbarkeit ist schwer erreichbar, und in der Schweiz kann man schlecht auf Erfüllung eines illegalen Vertrags klagen.
Hinzu kommt das Risiko mangelnden Spielerschutzes. Lizenzierte Anbieter wie Swisslos müssen Massnahmen gegen Spielsucht umsetzen – Limiten, Selbstsperren, Frühwarnsysteme. Illegale Anbieter haben kein Interesse an solchen Massnahmen, denn jeder zusätzliche Einsatz bedeutet für sie zusätzlichen Umsatz. Spieler ohne Schutzmechanismen sind gefährdeter, in problematisches Spielverhalten abzugleiten.
Schliesslich besteht ein Datenschutzrisiko. Wer bei einem unregulierten Anbieter spielt, gibt persönliche Daten und Zahlungsinformationen preis, ohne zu wissen, wie diese verarbeitet werden. Fälle von Identitätsdiebstahl und Kreditkartenbetrug im Zusammenhang mit illegalen Glücksspielseiten sind dokumentiert. Der vermeintliche Vorteil besserer Quoten oder grösserer Auswahl wiegt diese Risiken nicht auf.
Auch finanzielle Risiken sind erheblich. Illegale Anbieter operieren oft aus Jurisdiktionen ohne strenge Aufsicht. Sie können von heute auf morgen verschwinden, mitsamt den eingezahlten Guthaben der Spieler. Es gibt keine Einlagensicherung, keine Aufsichtsbehörde, die einschreitet, und keinen Rechtsweg, um das Geld zurückzufordern. Wer bei einem solchen Anbieter spielt, geht ein Risiko ein, das über den normalen Wetteinsatz hinausgeht.
Die Botschaft der Behörden ist eindeutig: Nur bei lizenzierten Anbietern wettet man sicher. Für Pferdewetten in der Schweiz bedeutet das konkret: Swisslos und dessen PMU-Angebot, oder lokale Anbieter mit kantonaler Bewilligung. Alles andere ist ein Spiel mit dem Feuer.
Rechtssicher wetten in der Schweiz
Das Schweizer Geldspielgesetz schafft einen klaren Rahmen für Pferdewetten. Wer bei Swisslos oder einem lokal bewilligten Anbieter wettet, handelt legal und profitiert von Spielerschutzmassnahmen. Gewinne bis zu einer Million Franken bleiben steuerfrei, und die Einnahmen fliessen an gemeinnützige Zwecke. Dieses System hat seinen Preis – weniger Wettbewerb, möglicherweise weniger attraktive Quoten –, aber es bietet Sicherheit.
Die Aufsichtsbehörden ESBK und Gespa arbeiten kontinuierlich daran, illegale Anbieter vom Schweizer Markt fernzuhalten. Die Netzsperren sind ein wirksames, wenn auch nicht perfektes Instrument. Wer die Sperren umgeht und bei ausländischen Anbietern spielt, handelt nicht nur illegal, sondern verzichtet auch auf wichtige Schutzmechanismen.
Für Pferdewetter lautet die Empfehlung: Bei Swisslos bleiben. Das PMU-Angebot deckt nationale und internationale Rennen ab, die Quoten sind fair, und im Problemfall gibt es Ansprechpartner in der Schweiz. Wer die Regeln kennt und befolgt, kann sich voll auf das konzentrieren, was Pferdewetten ausmacht – die Spannung des Rennens, nicht die Sorge um Rechtsfragen.
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