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Die Schweizer Rennsaison erstreckt sich über das ganze Jahr, von den eisigen Rennen auf dem St. Moritzersee im Februar bis zu den Herbstklassikern in Aarau. Wer keinen Renntag verpassen will, braucht einen Überblick – und genau den liefert dieser Kalender für 2026.
Insgesamt finden in der Schweiz jährlich über 50 Renntage statt, verteilt auf verschiedene Bahnen und Disziplinen. Der Galop Suisse Datenkalender listet Galopp- und Trabrennen von Aarau bis Avenches, von Frauenfeld bis zum legendären White Turf. Jede Bahn hat ihre eigenen Termine, ihre eigenen Highlights, ihren eigenen Charakter.
Dieser Artikel strukturiert die Saison nach Jahreszeiten und hebt die wichtigsten Events hervor. So lässt sich planen, wann man wo sein sollte – ob als Zuschauer, als Wetter oder beides.
Frühling – Der Saisonauftakt
Nach dem White Turf im Februar beginnt die reguläre Saison im Frühling, typischerweise ab April. Die Bahnen erwachen aus dem Winterschlaf, die Pferde kehren aus den Trainingslagern zurück, und die ersten Renntage locken das Publikum nach draussen. Der Frühling ist die Zeit der Vorbereitung – für Pferde wie für Wetter.
Frauenfeld eröffnet traditionell die Galopprennsaison in der Deutschschweiz. Die Thurgauer Bahn bietet einen Mix aus Flach- und Hindernisrennen, der erfahrene Rennbesucher ebenso anspricht wie Neulinge. Die Atmosphäre ist entspannt, die Felder noch nicht übermässig gross, und die Quoten spiegeln die Unsicherheiten des Saisonstarts wider.
In Avenches beginnt die Trabrennsaison. Der Hippodrome in der Waadt ist die wichtigste Trabrennbahn der Schweiz und bietet zwischen April und Oktober regelmässige Renntage. Im Frühling stehen die ersten grösseren Trabrennen auf dem Programm, bei denen sich zeigt, welche Pferde die Winterpause gut überstanden haben.
Für Wetter ist der Frühling eine Zeit der Beobachtung. Die Formkurven der vergangenen Saison gelten nur bedingt, und es braucht einige Rennen, bis sich ein verlässliches Bild ergibt. Wer vorsichtig agiert und kleine Einsätze wählt, kann diese Phase nutzen, um Erkenntnisse für den Sommer zu sammeln.
Sommer – Hochsaison auf dem Turf
Der Sommer ist die intensivste Zeit im Schweizer Rennkalender. Von Juni bis August finden Renntage in dichter Folge statt, die Bahnen sind belebt, und die Stimmung erreicht ihren Höhepunkt. Wer die Auswahl hat, kann fast jedes Wochenende irgendwo in der Schweiz Pferderennen erleben.
Aarau ist im Sommer besonders aktiv. Die Bahn im Schachen bietet mehrere Renntage, darunter den traditionellen Auffahrts-Renntag, der jeweils Tausende Besucher anzieht. Die Kombination aus hochklassigem Sport und gesellschaftlichem Ereignis macht Aarau im Sommer zu einem Pflichttermin für jeden Turf-Enthusiasten.
Dielsdorf im Zürcher Unterland veranstaltet seine Hauptrenntage ebenfalls im Sommer. Die Bahn ist kleiner als Aarau, bietet aber ein intimes Ambiente und qualitativ hochwertige Rennen. Die Nähe zu Zürich macht Dielsdorf zu einer praktischen Option für Städter, die einen Renntag ohne lange Anreise erleben möchten.
Maienfeld, das kleinste Rennen der Schweiz, findet typischerweise im Spätsommer statt. Das Dorfrennen in der Bündner Herrschaft ist das genaue Gegenteil der grossen Bahnen – familiär, unkompliziert, mit Wein aus der Region und Blick auf die Alpen. Ein Geheimtipp für alle, die das Authentische suchen.
Herbst – Die grossen Klassiker
Der Herbst bringt die Höhepunkte der Galopprennsaison. Die Pferde sind in Topform, die Saison nähert sich dem Ende, und die wichtigsten Preise werden vergeben. Wer das Jahr über auf Siege gewartet hat, setzt jetzt alles auf eine Karte.
Der Grosse Preis der Schweiz in Aarau ist das prestigeträchtigste Rennen des Jahres. Dieser Herbstklassiker zieht regelmässig über 8’000 Zuschauer an und bietet Rennsport auf höchstem Niveau. Die besten Pferde der Saison treten gegeneinander an, die Quoten sind hart umkämpft, und die Atmosphäre ist elektrisch. Wer nur einen Renntag im Jahr besuchen kann, sollte diesen wählen.
Frauenfeld beendet die Saison mit einem grossen Herbstmeeting. Die Thurgauer Bahn zeigt sich im Oktober von ihrer besten Seite, mit einem Programm, das Flach- und Hindernisrennen kombiniert. Die kühleren Temperaturen tun den Pferden gut, und die Rennen sind oft spannender als im heissen Sommer.
Für Wetter ist der Herbst die Zeit der Entscheidungen. Die Formkurven sind klar, die Favoriten bekannt, die Aussenseiter identifiziert. Wer die Saison über Notizen gemacht hat, kann jetzt davon profitieren. Gleichzeitig steigt das Risiko: Alle wollen noch einmal gross gewinnen, die Einsätze steigen, und die Quoten werden enger.
Winter – White Turf auf dem Eis
Während die meisten Bahnen im Winter ruhen, erwacht St. Moritz zu einem Spektakel, das weltweit seinesgleichen sucht. Der White Turf findet an drei Sonntagen im Februar auf dem zugefrorenen St. Moritzersee statt – Pferderennen auf Eis, vor der Kulisse der Engadiner Alpen. Es ist ein Ereignis, das Sport, Glamour und Tradition vereint.
Die Zahlen beeindrucken: Laut horseracing.ch kamen beim ersten Renntag 2026 9’500 Zuschauer auf den gefrorenen See, um Galopprennen, Trabrennen und das spektakuläre Skijöring zu erleben. Der Grosse Preis von St. Moritz, dotiert mit CHF 100’000, ist das wichtigste Rennen des Meetings und zieht internationale Teilnehmer an.
Das Wetten beim White Turf hat seinen eigenen Reiz. Die Bedingungen auf dem Eis sind unberechenbar – ein Pferd, das auf normalem Geläuf dominiert, kann hier straucheln, während ein vermeintlicher Aussenseiter die Eisdecke liebt. Erfahrung auf dem See zählt mehr als anderswo, und kluge Wetter berücksichtigen die White-Turf-Bilanz der Starter.
Die drei Renntage im Februar bilden den Auftakt des Rennjahres und zugleich dessen spektakulärsten Moment. Wer den White Turf noch nicht erlebt hat, sollte 2026 die Gelegenheit nutzen. Es ist ein Ereignis, das man nicht vergisst – selbst wenn die Wetten nicht aufgehen.
Der Kalender im Überblick
Die wichtigsten Termine 2026 auf einen Blick: Der White Turf eröffnet die Saison im Februar mit drei Sonntagen auf dem St. Moritzersee. Ab April folgen die regulären Bahnen – Frauenfeld und Avenches machen den Anfang, gefolgt von Aarau und Dielsdorf im Frühsommer.
Die Sommermonate Juni bis August sind dicht gepackt mit Renntagen. Aarau bietet den Auffahrts-Renntag und weitere Meetings, Dielsdorf lädt zu seinen Hauptveranstaltungen, und in Avenches finden regelmässig Trabrennen statt. Maienfeld setzt im Spätsommer seinen charmanten Akzent.
Der Herbst bringt die Klassiker: Der Grosse Preis der Schweiz in Aarau im September oder Oktober ist das Highlight. Frauenfeld schliesst die Saison mit seinem Herbstmeeting. Danach kehrt Ruhe ein – bis der White Turf den Kreislauf von neuem beginnt.
Die genauen Daten variieren von Jahr zu Jahr und werden von den jeweiligen Rennvereinen festgelegt. Der Datenkalender von Galop Suisse ist die verlässlichste Quelle für aktuelle Termine. Wer auf Nummer sicher gehen will, abonniert die Newsletter der Bahnen oder folgt ihnen in den sozialen Medien.
Kein Renntag mehr verpassen
Die Schweizer Rennsaison bietet das ganze Jahr über Gelegenheiten, den Turfsport zu erleben. Vom eisigen Spektakel in St. Moritz bis zum herbstlichen Klassiker in Aarau, vom familiären Dorfrennen in Maienfeld bis zur professionellen Trabrennbahn in Avenches – für jeden Geschmack ist etwas dabei.
Wer den Kalender kennt, kann planen. Wer plant, verpasst nichts. Und wer die Highlights der Saison mitnimmt, versteht, warum das Schweizer Pferderennen mehr ist als nur ein Nischensport. Es ist Tradition, Leidenschaft und Spannung – das ganze Jahr über.
